Konrad-von-Dürn-Realschule

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16.09.2019

Verdienter Kollege in den Ruhestand verabschiedet

Walldürn (Eck) „Ich bin dann mal weg“ – mit diesem Ausspruch des Autors Hape Kerkeling, der in humorvoller Weise seinen Pilgerweg nach Santiago de Compostela beschreibt, fand Konrektorin Elke Gramlich nicht nur einen markanten Spruch, sondern auch ein passendes Bild für die Verabschiedung des langjährigen Kollegen Bernhard Geppert an der Konrad-von-Dürn-Realschule Walldürn. Denn ebenso wie man den Pilgerweg nicht mit der Distanz von 769 km beschreiben könne, sei eben auch der Weg in den Ruhestand nicht in Jahren zu messen. Beides lebe von unvorhergesehenen Ereignissen, Erfahrungen und Einsichten. Entsprechend erfreut zeigte sich Konrektorin Gramlich, neben der Familie und den aktuellen Kollegen auch viele langjährige Weggefährten wie den ehemaligen Schulleiter Josef Martin und Konrektor Hans Miko willkommen heißen zu dürfen.
Durch „You raise me up“ und „Eye of the tiger“ stellte der Lehrer-Schüler-Chor unter der Leitung von Christina Bundschuh und Robert Schmeiser gekonnt die passende Atmosphäre für die Feierstunde in der Alten Aula her. Für Schulleiter Patrick Schmid fanden sich Parallelen zu den Zehntklässlern: Nun müsse man auch den lieben Kollegen Bernhard Geppert ziehen lassen. Im Gegensatz zu den Jugendlichen habe dieser aber viele ganz wichtige Entscheidungen längst getroffen: mit der Heirat seiner Frau Zita, der Wahl des Lehrerberufs, dem Großziehen der beiden Töchter und nun der Rolle als Großvater. Blieben nun kleinere Entscheidungen wie die Wahl des Urlaubsortes und das Fungieren als weiser Berater im Hintergrund.
Realschulrektor Schmid ging neben der offensichtlichen Fitness und der sportlichen Erfolge des Sportkollegen auch auf seine Arbeit als Religionslehrer ein, in deren Funktion er unzählige Gottesdienste vorbereitet und christliche Werte weitergegeben habe, so dass viele Samen seiner Aussaat entsprechend dem Gleichnis des Sämanns auf fruchtbaren Boden gefallen seien. Mit seinen Fächern Geschichte und Gemeinschaftskunde und seinem politischen Engagement in seinem Heimatort habe er sein Demokratieverständnis als wichtiges Bildungsziel erkannt, vermittelt und vorgelebt. Nach Referendariat und der 1981 erfolgten 1. Anstellung in Öhringen hatte es 1989 mit der Versetzung an die Konrad-von-Dürn-Realschule Walldürn geklappt, der Bernhard Geppert nun 30 Jahre die Treue gehalten habe. „Ich hätte mir keinen schöneren Beruf vorstellen können“, zitierte Schulleiter Schmid den angehenden Pensionär und freute sich mit ihm, dass er so viel Erfüllung in seinem Beruf gefunden habe. Entsprechend werde die Schulgemeinschaft die Ausgeglichenheit, die Besonnenheit und gute Laune des Kollegen vermissen. Im Namen der Schüler, Kollegen, Eltern und des Landes Baden-Württemberg dankte Schulleiter Schmid Bernhard Geppert für seine geleisteten Dienst und überreichte neben der Urkunde auch ein Erinnerungsfoto und einen Blumengruß.
Natürlich wollte auch das Lehrerkollegium dem langjährigen und geschätzten Kollegen danke sagen. Und so hatte man zwei „Bernhard-Geppert-Songs“ getextet und einstudiert, in denen seine Leidenschaften für Sport, Politik, ehrenamtliches Engagement und Glaube ebenso zur Sprache kamen wie sein Wirken an der Schule oder die neuen Aufgaben als liebender Großvater. Für die Fachschaft Religion fanden Bianca Breunig-Teichmann, Friedhelm Bundschuh, Regina Eck und Robert Schmeiser passende Bibelzitate, um den Lebensweg ihres langjährigen Fachvorsitzenden humorvoll nachzuzeichnen. Das gemeinsame Abschiedsgeschenk – ein individuelles Buch mit persönlichen Wünschen und Tipps rund ums Fahrrad und wichtiges Equipment für flotte Fahrer wie Bernhard Geppert – überreichten Bianca Breunig-Teichmann und Regina Eck verbunden mit dem Dank aller Kollegen für die gute Zusammenarbeit, Kollegialität und Menschlichkeit.
„Was kann man an so einem Tag sagen?“, war die Frage, die Bernhard Geppert beschäftigt hatte. Aber nach dieser Feierstunde war ihm klar, dass dies einfach DANKE sein müsse. Er danke dem Kollegium, Schulleiter Schmid, dem Chor und allen Mitwirkenden für die würdige Feier und für die gute Zusammenarbeit in all den Jahren. Er dürfe auch danke sagen für fast 40-jährige Lehrertätigkeit, die er immer gerne ausgeübt habe. Er erinnerte an besondere Erlebnisse wie Landschulheime, Abschlussfahrten, der langjährigen Tätigkeit als Verbindungslehrer. Dies und die Begegnungen mit Schülern und Kollegen seien die „Dinge, die bleiben“. Und so könne er sich nun freuen, auf das, was kommt: auf die Enkel, Gartenarbeit und Fahrrad-Touren, denn – so schloss er mit einem Hesse-Zitat – „das Altwerden … hat wie jede Lebensstufe seinen eigenen Wert.“, bevor er die Gäste zu einem Umtrunk und Imbiss einlud.



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