Konrad-von-Dürn-Realschule

Walldürn


 

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19.02.2020

Werkrealschule und Realschule stellten sich mit neuem Konzept vor

(Eck) Walldürn. Eine weitreichende und wichtige Entscheidung steht derzeit in den Familien von Viertklässlern an: Die Entscheidung, an welcher Schule das Kind seine Schullaufbahn nach den Sommerferien fortsetzen wird. Wo wird sich das Kind wohlfühlen, wo wird es entsprechend der eigenen Fähigkeiten und Begabungen optimal gefördert und gefordert? Um eine möglichst realistische Einschätzung zu ermöglichen, fand der diesjährige „Schnuppertag“ des Bildungszentrums Walldürn mit neuer Konzeption statt: Statt des sonst oftmals üblichen „Event-Charakters“ solcher Veranstaltungen hatten sich die beiden selbständigen Schulen Auerberg-Werkrealschule und Konrad-von-Dürn-Realschule bewusst für einen „echten“ Unterrichtsvormittag für die Viertklässler an den beiden Schulen und eine abendliche Informationsveranstaltung für die Grundschuleltern entschieden.
Die Viertklässler aller Walldürner Grundschulen verbrachten einen Vormittag am Bildungszentrum und erlebten Unterricht beider Schularten. So wurden im Englisch-Unterricht der Konrad-von-Dürn-Realschule bei Frau Bozdemir und Frau Dörr Körperteile spielerisch eingeübt und in einem Spiel gefestigt. Mit der Geschichte „Rock am Eck“ lernten die Schüler bei Frau Gremminger im Mathematik-Unterricht die Eigenschaften der verschiedenen Viereck-Typen kennen, während sie mit der Papierchromatographie und dem Bauen von Stromkreisläufen bei Frau Eckel und Herrn Bartwicki naturwissenschaftliche Methoden ausprobierten. Siebt- und Achtklässler stellten in Französisch kleine Shopping-Dialoge vor, so dass die Viertklässler leichtes Spiel hatten, als sie bei Frau Binnig die entsprechenden Begriffe Bildern zuordnen und Wörter-Bingo spielen durften.
Handwerkliche Fähigkeiten waren an der Werkrealschule nicht nur im Technik-Unterricht bei Herrn Müller gefragt, wenn die Viertklässler selbst ein Geschicklichkeitsspiel bastelten. Auch das Marmorieren von Herzen in AES bei Frau Pföhler und das Programmieren von Beebots (kleinen steuerbaren Fahrzeugen) in Informatik bei Herrn Schnetz forderte die Kreativität der Schüler, während Herr Ockenfels mit kleinen Versuch bei seiner Chemie-Physik-Show Interesse für die Naturwissenschaften wecken konnte.
Bei der abendlichen Informationsveranstaltung für die Grundschuleltern stellten die beiden Schulleiter Wolfgang Kögel und Patrick Schmid – unterstützt von Hauptfachlehrern - eindrücklich die unterschiedlichen Anforderungen, aber auch Unterstützungsmöglichkeiten der beiden Schultypen einander gegenüber. So wurde deutlich, dass hinter den beiden Schularten grundlegend andere pädagogische Konzepte stehen. Denn beiden Schulen geht es natürlich darum, die ihnen anvertrauten Kinder „zu fordern und zu fördern“, wobei der Fokus unterschiedlich gesetzt wird. Während die Werkrealschule den Schwerpunkt auf das Fördern legt und entsprechend viel mehr Unterstützungsmöglichkeiten wie etwa die Hausaufgabenbetreuung bietet, setzt die Realschule auf das Fordern. Mit anderen Worten: Bei der Werkrealschule ist die Schülereinstellung „Ich will lernen“ das Ziel der Bemühungen, während es bei der Realschule die Voraussetzung ist. Da 50 % der Realschüler im Anschluss das Abitur machen, ist diese Schulform für Schüler mit Realschul- oder Gymnasial-Empfehlung ein guter Weg.
Wie wichtig es ist, auf den aktuellen Entwicklungsstand des Kindes zu achten und es bei der Schulwahl nicht zu überfordern, wurde auch in verschiedenen Interviews deutlich, zu denen sich die Schülersprecher Elham Benalia (WRS) und Yasin Ekici (RS), ebenso zur Verfügung stellten wie Martin Heß, der aktuell an beiden Schulen unterrichtet, und Frau Schnepf als Mutter mit einem Kind an der Konrad-von-Dürn-Realschule und einem Kind an der Auerberg-Werkrealschule. Der ehemalige Schüler der Werkrealschule Luca Rau konnte deutlich machen, dass dies für ihn persönlich genau der richtige Weg war und – egal für welchen Schultyp sich die Eltern entscheiden – für die Kinder alle Wege offen stehen. Abschließend konnten die Eltern bei Führungen in Kleingruppen nicht nur die beiden Schulgebäude kennen lernen, sondern jeweils auch nochmals persönliche Fragen an die begleitenden Lehrer-Tandems stellen.




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