Konrad-von-Dürn-Realschule

Walldürn

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26.11.2018

Kompaktwoche an der Realschule Walldürn ermöglichte neue Erfahrungen

(Eck) Walldürn. „Gut Ding will Weile haben“ – sagt schon ein altes Sprichwort. Und das zeigt sich gerade auch im Bereich des Lernens. Manche Lernerfahrungen kann man fast nur mit etwas mehr Zeit machen und so setzt die Konrad-von-Dürn-Realschule Walldürn jedes Jahr im Herbst für eine Schulwoche den normalen Stundentakt außer Kraft, um Themen zu vermitteln, bei denen für praktische Arbeiten, fächerverbindende Projekte oder Experten in der Schule eine gewisser zeitlicher Rahmen hilfreich ist.
Eine arbeitsintensive Woche hatten die 10. Klassen. Denn die Schüler sollten mit Unterricht in den Hauptfächern gezielt auf die Abschlussprüfung hinarbeiten, wobei beispielsweise im Fach Deutsch sowohl inhaltlich als auch in der Gestaltung des dazu nötigen Kompendiums die Grundlagen für das Rahmenthema „Umgangsformen – nur Relikte aus früheren Zeiten?“ gelegt wurden. Außerdem legten die Zehntklässler mit der Eurokom-Überprüfung bereits den ersten Teil ihrer Abschlussprüfung im Fach Englisch ab, bei der die drei Teilbereiche Präsentation, Hörverständnis und Konversation Gegenstand der fünfzehnminütigen Prüfung sind.
Dagegen standen für die Neulinge an der Schule natürlich ganz andere Themen im Vordergrund: So galt es beim Methodentraining mit der 5-Schritt-Lesemethode, Hausaufgaben-Tipps, Lernen lernen, Plakatgestaltung usw. das richtige Handwerkszeug für den künftigen Schulerfolg zu erlernen. Ebenso wichtig wie die richtigen Lerntechniken ist aber auch ein gutes Klassenklima und Sozialverhalten, weshalb Schulsozialarbeiter Simon Knoll beim Sozialtraining mit den Fünftklässlern dafür sensibilisierte, dass es für eine gute Klassengemeinschaft darauf ankommt, dass sich jeder wohl fühlt und Maßstab des Miteinanders die Menschenrechte sind. Ein Lebensbereich, der hier immer mehr Risiken birgt und gleichzeitig einen enormen Stellenwert bei den Jugendlichen hat, sind die sozialen Medien. Entsprechend ist das Medientraining mit Franziska Hahn vom Kreismedienzentrum und Herrn Bäuerlein von der Polizei unverzichtbarer Teil der Kompaktwoche. Hier finden die Schüler selbst Regeln für WhatsApp, lernen Gefahren von Social Media kennen und setzen sich mit Mobbing via Internet/WhatsApp auseinander. Beim fächerverbindenden Herbstprojekt und bei der Beschäftigung mit Weihnachtsbräuchen in Europa konnten dann kreative Fähigkeiten ausgelebt werden.
Die Sechstklässler konnten in das Wahlpflichtfach AES (Alltagskultur, Ernährung und Soziales) hineinschnuppern, das sie ab der 7. Klasse alternativ zu Französisch oder Technik belegen können. Nachdem Grundlagen von Hygiene, Sicherheit und Arbeitstechniken vermittelt wurden, durften die Schüler erste leckere Gerichte zaubern und mit der Nähmaschine einen Weihnachtsstiefel aus Filz für den Klassenadventskalender herstellen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Bedeutung der Schrift und des Schreibens für eine Gesellschaft: Beim Projekt zur ägyptischen Schrift konnten die Schüler mit selbstgebastelten Schablonenscheiben kleine Nachrichten mit Hieroglyphen schreiben, durch Buchpräsentationen zum Lesen anregen und für den Vorlesewettbewerb die besten Leser der Klasse ermitteln.
Beim Ritterprojekt tauchten die Siebtklässler in längst vergangene Zeiten und Ehrenkodexe ein, schrieben in Englisch kleine Rollenspiele zu Alltagssituationen, die sie in Kurzfilmen präsentierten und waren auch kreativ beim Herbstprojekt gefordert, das ausgehend von Sinneseindrücken im Herbst, der Begegnung mit klassischer Musik, der eigenen instrumentalen Vertonung bzw. zeichnerischen Darstellung von Gedichten und dem Schreiben eigener Herbstgedichte eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglichte.
Die 8. Klasse gestaltete eine Ausstellung im Geriatrizentrum, die dem Besucher einen Überblick über das Können und die Kreativität der Schüler der Klassenstufen 5-10 bietet. Im Bio-Projekt „Herz und Kreislauf“ sezierten sie Schweineherzen, die sie mit Modell und Schulbuch-Abbildungen vergleichen konnten und gingen mittels verschiedener Experimente den Phänomenen Puls-Blutdruck-Kreislauf auf den Grund. Mit dem Workshop „Konsum geplant – Budget im Griff“ möchte die Realschule gemeinsam mit ihrem Bildungspartner Volksbank Franken die Jugendlichen davor bewahren, in die Schuldenfalle zu tappen. Kundenberaterin Sonja Röckel zeigte hier nicht nur, wie man einen Budget- und Finanzplan oder eine Nutzwertanalyse zur rationalen Kaufentscheidung erstellt, sondern konnte auch als Expertin verdeutlichen, welche Kostenfallen lauern und wie schnell das Konto ins Minus abrutschen kann.

Noch näher dran am Alltagsleben außerhalb der Schule sind jedes Jahr die Neuntklässler, denn unter dem Stichwort BORS „Berufsorientierung in der Realschule“ erkunden sie eine Woche lang einen Beruf ihrer Wahl in Betrieben unseres Kreises. Dies soll den Schülern die Arbeitswelt näherbringen und sie in ihrem Entscheidungsprozess zur Berufswahl unterstützen. Die Vor- und Nachbereitung und Betreuung vor Ort erfolgte durch die Fachlehrer.

Damit bietet die Kompaktwoche den einzelnen Klassen jeweils ein ganz eigenes Programm mit für sie stimmigen Lernerfahrungen innerhalb und außerhalb der Schule.



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