Konrad-von-Dürn-Realschule

Walldürn

Termine

12.07.2019



Neues von der KvDRS


Zurück zur Übersicht

29.04.2019

16 Realschülerinnen gewannen Einblick ins Soldatenleben

(Eck) Walldürn. Einen ganzen Tag lang Eintauchen in eine andere Welt, in bisher unbekannte Berufsmöglichkeiten – das bot der Girls´ Day des Logistikbataillons 461 in Walldürn insgesamt 22 weiblichen Jugendlichen. 16 Schülerinnen der Konrad-von-Dürn-Realschule Walldürn nutzten unter der Begleitung durch Realschullehrerin Regina Eck die Chance, sich ein eigenes Bild von einem typischen „Männerberuf“ zu machen und somit auch ein Gespür dafür zu entwickeln, ob das was für sie selbst sein könnte.
Kommandeur Oberstleutnant Christoph Werle freute sich, dass so viele junge, interessierte Frauen den Weg zur Nibelungenkaserne gefunden hatten, um sich ein eigenes Bild zu machen, was da hinter dem Zaun eigentlich passiert. Obwohl im Alltag Frauen täglich bewiesen, dass sie diesen Job genauso gut machten, sei die Bundeswehr immer noch eine Männer-Domäne. Deshalb galt seine Aufforderung an die jungen Frauen: „Mach, was wirklich zählt!“ Getreu diesem Motto biete die Bundeswehr tolle Möglichkeiten, echte Kameradschaft, viele Herausforderungen, so dass der Job nie langweilig werde.
Von der Vielfalt der Tätigkeiten und Aufgaben konnten sich die 22 Schülerinnen selbst überzeugen. Personaloffizier Leutnant Patrick Nagler und Jugendoffizier Jonathan Zohner hatten den Tag abwechslungsreich geplant und die Gruppe begleitet. Zu Beginn stand ein Vortrag durch die Karriereberatung Frau Hauptmann Cornelia Fleckenstein auf dem Programm. Diese machte zunächst Aufgaben und Auftrag der Bundeswehr deutlich, zu denen neben Landes- und Bündnisverteidigung (auch mit Auslandseinsätzen von meist vier Monaten) auch der Heimatschutz und Herausforderungen wie Terrorismus, Piraterie oder Cyberkriminalität gehören. Nach einem Überblick über die Gliederung und Organisation der Bundeswehr ging Fleckenstein auf das Berufsbild des Soldaten mit seinen Karrieremöglichkeiten und die 50 zivilen Berufe im technischen, kaufmännischen und handwerklichen Bereich ein, die die Voraussetzung für das Funktionieren der Bundeswehr mit sichern würden.
Nach so viel Hintergrundwissen galt es nun, sich selbst ein Bild zu machen: Auf dem Standortübungsplatz warteten mit Jeep, Flat-Transporter oder Schwerlast-Transporter für Panzer die unterschiedlichsten Gerätschaften auf die Teilnehmerinnen. Bereitwillig wurden von den Soldatinnen der Fahrzeug-Kompanie Funktionen vorgeführt, technische Daten erklärt und auch Fragen zu persönlichen Einsätzen beantwortet. Natürlich durfte das Probesitzen in jedem Gerät und die Fahrt über die Panzerhügel auf dem Programm nicht fehlen.
Bei der Station „Leben im Felde“ wurde klar, dass „Tarnen und Täuschen“ hier lebenswichtig sind. Ob Probeliegen im Biwak, Testen der Ein-Mann-Verpflegung, Kennenlernen der verschiedenen Methoden, ein Feuer zu machen, oder das Sichern des Wachpostens – das Interesse der Jugendlichen daran war ebenso groß wie für das Kennenlernen des Lebens in der Gemeinschaftsunterkunft mit Stube und den besonderen Regeln für das Gemeinschaftsleben. Für Jenny war das Bewältigen der Hindernisbahn, das wohl jeder Soldat aus seiner Grundausbildung kennt, einer der Höhepunkte des Tages. Und natürlich durfte in einem Logistik- und Instandsetzungs-Bataillon das Technische nicht fehlen: So löteten die Schülerinnen unter Anleitung eine Schaltung.
An allen Stationen hatten die Jugendlichen Gelegenheit, mit Soldatinnen und Soldaten ins Gespräch zu kommen und ihre Fragen direkt „an den Mann und die Frau“ zu bringen. Tabea war es wichtig, dass hier auch die nicht so schönen Seiten klar zur Sprache kamen und nicht beschönigt wurden. Für die Realschülerinnen war klar: Genauso abwechslungsreich wie dieser Tag bei der Bundeswehr Walldürn ist auch das Berufsbild des Soldaten. Zu entscheiden, ob er für sie selbst eine Option sein könnte, wird nach diesem Reinschnuppern auf jeden Fall leichter möglich sein.



Zurück zur Übersicht