Konrad-von-Dürn-Realschule

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24.07.2019

Expedition des Jugendprogramms hat Schülern viel abverlangt

(Eck) Walldürn. „Du kannst mehr als du glaubst!“ – so lautet das Motto des Internationalen Jugendprogramms „The Duke of Edinburgh´s International Award Germany“, das das Erzbischöfliche Kinder- und Jugendheim St. Kilian seit Jahren in Kooperation mit der Konrad-von-Dürn-Realschule Walldürn anbietet. Und tatsächlich machten zwölf Jugendliche Ende Juni die Erfahrung, dass sie mehr können, als sie sich noch vor wenigen Wochen zugetraut hätten. Denn sie haben es geschafft, in einer selbstgeplanten Zwei-Tages-Tour den Programmteil „Expedition“ zu absolvieren – und das an zwei der vermutlich heißesten Tage des Jahres. Auch ohne solch extreme Temperaturen hätte es die Expedition schon in sich: Denn sie bietet den jugendlichen Teilnehmern nicht nur Naturerfahrung und Abenteuer, sondern stellt sie auch vor besondere Herausforderungen.
Bepackt mit Rucksäcken voller Ausrüstung wie Zelt, Schlafsack und Verpflegung mussten die Jugendlichen in zwei Tagen mindestens eine Strecke von 24 Kilometern zu Fuß zurücklegen. Die Regeln des Jugendprogramms geben dabei nicht nur vor, dass die Wege hauptsächlich abseits von Landstraßen und Ortschaften verlaufen sollen und selbständig mit Karte und Kompass gefunden werden müssen, sondern dass parallel dazu auch ein gemeinsames Thema projektartig bearbeitet und später präsentiert werden soll.
Um der größten Hitze zu entgehen, starteten die Gruppen schon morgens in Götzingen, Rinschheim und Dörrhof mit gemeinsamem Ziel Hohenstadter Grund. Aufgrund der Temperaturen war die Betreuung der einzelnen Gruppen durch die Erwachsenen intensiver als üblich. Zudem wurde für reichlich Wasser gesorgt, um den hohen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Unterwegs hatten die Gruppen verschiedene Aufgaben beispielsweise schmutziges Wasser mit natürlichen Mitteln zu filtrieren, die Vitalwerte der Gruppenmitglieder wie Blutdruck, Puls, Körpertemperatur während der Expedition in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, aus vorhandenen Materialien eine Transportliege zu bauen oder einen wetter- und windgeschützten Biwak-Platz zu erstellen. Nach dem Zeltaufbau und Kochen von „dehydrierten“ Nudeln konnten die Energiereserven für den ebenfalls anstrengenden zweiten Tag wieder aufgefüllt werden.
Denn die Herausforderung für die zehn Jungen und zwei Mädchen bestand nicht nur darin, die genaue Strecke zu einem neuen Ziel zu finden und zu marschieren. Vielmehr war es auch notwendig im Team zu arbeiten, sich unerwarteten Problemen zu stellen und Bedürfnisse und Stärken von anderen zu erkennen und sich gegenseitig zu helfen. Hinzu kam die Notwendigkeit mit frustrierenden Situationen und Konflikten so umzugehen, dass das gemeinsame Ziel möglichst von allen erreicht werden kann.
Die Grundlagen dafür, dass die Teilnehmer alle gut auf diese vielschichtigen Anforderungen vorbereitet sind, waren im Laufe des Schuljahres von Thomas Bartwicki, Thomas Tonnier und Christoph Künzig in der Duke-AG und bei einer Probe-Expedition gelegt worden. Denn gerade der Umgang mit Karte und Kompass aber auch das Biwakieren sind Fähigkeiten, die mehrmals geübt werden müssen. Schon bei dieser Probe-Expedition im Mai hatten die Schüler das Gelernte gleich beim Navigieren, Marschieren und Biwakieren anwenden können, so dass sie jetzt bei der Abschluss-Expedition von ihren Erfahrungen und Kenntnissen profitieren konnten.
Mit dem erfolgreichen Absolvieren des Programmteils Expedition sind die Jugendlichen ihrem Ziel ein großes Stück nähergekommen: dem Bronze-Abzeichen des Internationalen Jugendprogramms. Denn dieses Programm, an dem weltweit fast 6 Millionen Jugendliche aus über 100 Ländern teilgenommen haben, bietet jungen Leuten zwischen 14 und 25 Jahren Möglichkeiten für Selbstverwirklichung und ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung: Jeder Teilnehmer setzt sich bei den Programmteilen Dienst (sozialer Einsatz), Expedition, Fitness und Talent seine ganz individuellen Ziele. Und nach solch breit gefächerten Erfahrungsmöglichkeiten und Herausforderungen bestätigt sich für die jugendlichen Teilnehmer das Motto des Jugendprogramms: „Du kannst mehr als du glaubst!“




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