Konrad-von-Dürn-Realschule

Walldürn

Neues von der KvDRS


Zurück zur Übersicht

26.11.2018

Elternabend über digitale Medien an der KvDRS

(Eck) Walldürn. Smartphones sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Da es sich hier um ein facettenreiches Medium wie noch nie handelt, will der Umgang mit diesem gelernt sein. Hier sind natürlich die Eltern in der Pflicht, aber die Konrad-von-Dürn-Realschule weiß darum, wie schwierig sich dies im Alltag gestalten kann, wie oft die Jugendlichen ihren Eltern technisch voraus sind. Entsprechend möchte sie die Eltern für dieses Thema sensibilisieren und ihnen wichtige Informationen und Anregungen mitgeben.
Beides gelang beim Elternabend „Digitale Medien“, zu dem Konrektorin Elke Gramlich die Eltern der 5. Klassen herzlich begrüßte. Kompetente Referenten waren die medienpädagogische Beraterin Franziska Hahn und Polizeihauptkommissar Rüdiger Bäuerlein von der Präventionsaußenstelle Mosbach des Polizeipräsidiums Heilbronn. Unterstützt wurden diese von den „Medienagenten“ der Konrad-von-Dürn-Realschule, Neuntklässlern, die sich in einer 20-stündigen Ausbildung fit gemacht hatten in den Bereichen Datenschutz, soziale Netzwerke, Cybermobbing, Smartphones & Apps, Fake News und Extremismus im Netz.
Eindrücklich verdeutlichten die geschulten Jugendlichen, unter welchen Stress die Nutzung digitaler Medien ihre Altersgenossen oft setzt und zeigten mögliche Lösungswege auf: Sie empfahlen einen Vertrag mit den Kindern über die Nutzungszeit abzuschließen, regten die Nutzung einer App an, die die Handy-Nutzung begrenzt und verdeutlichten, dass Kontrolle hier sehr wichtig sei.
Deutlich wurde ebenso, wie wichtig es ist, durch entsprechende Einstellungen bei Status und Kontakten oder Nichtsichtbarmachen von Online-Zeiten,.. die eigene Privatsphäre zu schützen. Franziska Hahn erklärte mit den Medienagenten die verschiedenen Internet-Plattformen, verdeutlichte beim Facebook Account, wie wichtig es ist, sich zu überlegen, was man von sich preis gibt, wer sich hinter den „Freunden“ verbirgt, die antworten, und dass man zu Bildern, die man im Internet postet, sich fragen sollte, wer diese sieht, wer antwortet und wie man sich schützen kann.
Nicht unterschätzen sollte man als Eltern, den Einfluss, den You-Tuber auf ihre Kinder haben. Vielfach sind dies die neuen Vorbilder, die Einfluss nehmen auf den Berufswunsch der Kinder und oft eine ganze Verkaufsmaschinerie hinter sich haben. Gerade diese Vorbilder machen es nötig, sich mit den Kindern über Schein und Realität, verborgene wirtschaftliche Interessen und wirkliche Werte auseinander zu setzen.
Ein weit verbreitetes Übel, das Kinder psychisch beeinflussen und Angst verbreiten will, sind Kettenbriefe. Umso wichtiger ist es, mit den Kindern im Gespräch zu bleiben, ihnen Ansprechpartner zu bieten, wenn sie von „Momo“ oder Trittbrettfahrern bedrängt werden. Ein weiterer Aspekt waren In-App-Käufe, bei denen es sich häufig um „Abzocke“ handele und bei denen die Einhaltung der Altersbegrenzung in der Verantwortung der Eltern liege.
Hatten die Medienagenten das Thema Mobbing in sozialen Netzwerken bereits angesprochen, konnte Polizeihauptkommissar Rüdiger Bäuerlein dies noch durch aktuelle (anonymisierte) Fälle aus unserer Umgebung verdeutlichen und untermauern. Deutlich wurde: Leider ist Mobbing auch Realität bei uns. Umso wichtiger sei es, mit den Kindern im Gespräch zu bleiben und aufmerksam (auch bei Verhaltensänderungen) zu sein. Denn nicht immer sei den Kindern klar, mit wem sie im Netz in Kontakt treten: Fake Accounts verschleiern, wer tatsächlich im Netz unterwegs ist.
Bei diesem sehr informativen Elternabend der Konrad-von-Dürn-Realschule Walldürn wurde deutlich, dass dieser EIN Baustein sein konnte, um die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Eltern zu stärken, dass es aber unglaublich wichtig ist, dass Kinder von vielen Bezugspersonen wie Eltern, Lehrkräften, aber auch erfahrenen Jugendlichen wie den Medienagenten immer wieder dazu angehalten werden, verantwortungsvoll mit Medien umzugehen.



Zurück zur Übersicht