Konrad-von-Dürn-Realschule

Walldürn


 

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30.07.2020

Zwei Kollegen in den Ruhestand verabschiedet

Walldürn (Eck). Manchmal kann (und will!) man sich kaum vorstellen, dass ein Kollege in den Ruhestand verabschiedet wird. Bereits im gesamten Schuljahr fanden es viele Lehrer und Schüler unvorstellbar, dass der langjährige und sehr beliebte Realschullehrer Robert Schmeiser schon bald nicht mehr im aktiven Schuldienst an „seiner“ Konrad-von-Dürn-Realschule sein wird. Sein Können, sein Engagement und seine herzlich-humorvolle Persönlichkeit wird allen am Schulleben Beteiligten künftig fehlen. Entsprechend hatten sich Schüler, Lehrer und Ehemalige eigentlich viele Überraschungen für seine Verabschiedung überlegt.
Doch auch hier hat die aktuelle Pandemie viele Pläne durchkreuzt, so dass die Verabschiedungsfeier (vorläufig) in kleinerem Rahmen innerhalb der Dienstbesprechung des Kollegiums stattfinden musste. Vielleicht passte dies aber gerade auch ganz gut zur Gefühlslage der Beteiligten: zur Bescheidenheit des angehenden Pensionärs und zum Gefühl des „Nicht-gehen-lassen-wollens“, das im Kollegium spürbar war. Realschulrektor Patrick Schmid bedauerte, dass er seinen beiden Kollegen Gaby Heiden und Robert Schmeiser nicht wie gewohnt eine schöne Feier zum Abschied ausrichten konnte, versprach aber gerne, diese nachzuholen.
Gaby Heiden, die seit dem Jahr 2012 der Konrad-von-Dürn-Realschule Walldürn zugeordnet war, dankte er in seinem Grußwort vor allem für ihre Bereitschaft, freiwillig das „Damoklesschwert“ des Krankheitsvertreters übernommen zu haben und für ihre Mithilfe bei der Bücherbewertung. Nachdem sie ja in den letzten Jahren gesundheitlich eingeschränkt gewesen sei, brachte er seine Hoffnung zum Ausdruck, dass jetzt vieles in Ordnung sei, wünschte Realschullehrerin Heiden alles Gute und überreichte ihr neben der Urkunde des Landes auch die Abschiedsgeschenke von Schule und Kollegium, das eine Collage mit Schnappschüssen der vergangenen Jahre erstellt hatte.
Glücklich, dass sie ihre gesundheitlichen Probleme nun im Griff habe, freue sie sich nun auf alle die Dinge, die in letzter Zeit zu kurz gekommen seien, wie die ehemalige Kollegin in ihren Dankesworten erläuterte. Während ihrer beruflichen Tätigkeit sei sie an fünf weiteren Schulen zum Einsatz gekommen, habe sich aber in Walldürn besonders wohl gefühlt, wofür sie dem kollegialen und tollen Kollegium ihren Dank aussprach.
Seit 1983 wirkte Realschullehrer Robert Schmeiser voller Elan und Engagement an der Konrad-von-Dürn-Realschule Walldürn. In diesen vielen Jahren habe er so viele Eindrücke und große Fußstapfen hinterlassen, dass „uns Angst wird, wie wir dies ersetzen können – wir können es nicht!“, war die ehrliche Feststellung des Schulleiters Patrick Schmid. Er befürchte, dass durch Corona viele erst irgendwann richtig realisierten, dass Berti nicht mehr da ist. Fehlen werde die typische Begrüßung des Kollegen, der damit das Lehrerzimmer zurückstrahlen ließ, fehlen würden die wohltuenden Ratschläge an andere Kollegen und Schulleitung, fehlen werde der tolle Mensch, der immer integrierend und verbindend gewirkt habe. Entsprechend falle es schwer, Robert Schmeiser gehen zu lassen. So habe er nicht nur großen Anteil an der guten Atmosphäre in der Schule, sondern habe auch viel für einen guten Ruf nach außen bewirkt. Rektor Patrick Schmid bewunderte, welches Feuer immer noch im Musik- und Religionslehrer brenne, wenn er seinen Chor leitet, wenn er musiziert, wenn er mit seinen Schülern interagiert. Er hoffe, dass Robert Schmeiser auch künftig bei jeder Gelegenheit gerne an „seine“ Realschule zurückkehre.
Dies unterstrichen Bianca Breunig-Teichmann und Regina Eck, die stellvertretend für alle Kollegen die Wertschätzung der Schulgemeinschaft in Reimform zum Ausdruck brachten. Sie überreichten ihm ein sehr persönliches Abschiedsbuch mit CD, mit denen sich alle Kollegen individuell von Berti Schmeiser musikalisch verabschiedeten – teils mit selbst getexteten und eigens eingesungenen Liedern. Eine Lösung, die allen Anwesenden aus dem Herzen sprach, hatten die beiden auch parat: „Bleib doch einfach ein Jahr länger als Musiker, Lehrer und Sänger!“
Gewohnt ehrlich bescheiden dankte Robert Schmeiser dem offenen Kollegium und dem tollen Schulleitungs-Team. Aus den ursprünglich geplanten sieben oder acht Jahren in Walldürn waren 37 Jahre geworden, die er nicht missen wolle. Er dankte allen für die Wertschätzung und freute sich auf die Feier, die im Herbst nachgeholt werde.



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